Aktuelles
Neu: Soja-Fütterungsfibel zum kostenfreien download verfügbar
Info: Sojaaufbereitungsanlagen in Deutschland
Info: Die Soja Praxistipps stehen zum Download bereit. Sie geben einen schnellen Überblick darüber, was beim konventionellen (.pdf) und ökologischen (.pdf) Sojaanbau zu beachten ist.
Forschungsprojekt
In Deutschland soll mehr Soja angebaut werden. Denn die Nachfrage insbesonders nach heimisch angebauter, nicht gentechnisch veränderter Futter- und Speisesoja ist groß. Bisher wird Soja aber nur in geringem Umfang in Deutschland angebaut und der Bedarf überwiegend durch Importe aus Übersee gedeckt. Grund für den bisher geringen Anbauumfang in Deutschland sind die klimatischen Bedingungen, unter denen ein rentabler Sojaanbau erschwert ist. Denn die Sojabohne reagiert empfindlich auf Kühlestress sowohl während der Keimung und im Sämlingsstadium als auch während Blüte und Hülsenansatz. Zusätzlich kann der Beikrautdruck wegen der langsamen Jugendentwicklung der Soja zum Problem werden.
Um diese Probleme zu lösen und den heimischen Sojaanbau zu fördern wurde ein Forschungsprojekt zur Ausweitung des Sojaanbaus in Deutschland ins Leben gerufen. Im Projekt werden von Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen drei sich ergänzende Bereiche bearbeitet: Es werden sowohl neue Sorten gezüchtet als auch pflanzenbauliche und verarbeitungstechnische Maßnahmen erprobt, um auch mit den kühleren Bedingungen und dem Beikrautdruck zurechtzukommen und die Verwertung zu sichern. Im züchterischen Bereich werden unter anderem Sorten mit besonderer Kühle- und Unkrauttoleranz gezüchtet und an mehreren Standorten in ganz Deutschland im Anbau geprüft. Im pflanzenbaulichen Bereich werden zum Beispiel Maßnahmen erforscht, mit denen die Entwicklung der Sojapflanze beschleunigt und das Unkrautwachstum verringert werden kann. Im verarbeitungstechnischen Bereich werden unter anderem verschiedene Konzepte zur Sojaaufbereitung geprüft und Qualitätsanforderungen an Soja für die Tierfütterung definiert.
Das Forschungsprojekt mit dem vollständigen Titel „Ausweitung des Sojaanbaus durch züchterische Anpassung, sowie pflanzenbauliche und verarbeitungstechnische Optimierung“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.
Bearbeitet wird das Vorhaben von einem Konsortium bestehend aus FiBL Deutschland und FiBL Schweiz, dem Sojaförderring am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg, der Hochschule Osnabrück, der Georg-August-Universität Göttingen, dem Institut für Resistenzforschung und Stresstoleranz am Julius Kühn-Institut (JKI), der Life Food GmbH, Naturland - Verband für ökologischen Landbau, der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim und der Universität Kassel. Darüber hinaus werden weitere Unterauftragnehmer für den Prüfanbau eingebunden. Die Gesamtkoordination des über drei Jahre angelegten Forschungsvorhabens liegt bei Dr. Klaus-Peter Wilbois vom FiBL Deutschland.
Das Projekt ist in drei übergeordnete Arbeitspakete untergliedert, in denen jeweils verschiedene Aspekte bearbeitet werden.

