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Neu: Soja-Fütterungsfibel zum kostenfreien download verfügbar

Info: Sojaaufbereitungsanlagen in Deutschland

Info: Die Soja Praxistipps stehen zum Download bereit. Sie geben einen schnellen Überblick darüber, was beim konventionellen (.pdf) und ökologischen (.pdf) Sojaanbau zu beachten ist.

Quelle

Diese Anbauanleitung wurde mit der Unterstützung des Sojaförderrings erstellt.

Sojaernte

Erntereife Soja
Erntereife Soja. © BLE; Bild T. Menzler

Die Reife beginnt mit Gelbverfärbung und Blattfall. Je nach Sorte und Witterungsverlauf werden die Sojabohnen ab Mitte September bis in den Oktober erntereif. Der Erntezeitpunkt ist wenige Tage nach dem vollständigen Blattfall erreicht, wenn die Bohnen in den Hülsen frei liegen (Klappern beim Schütteln), mit dem Fingernagel schwer einzuritzen sind und die Kornfeuchte unter optimalen Verhältnissen bei 14 bis 16 Prozent liegt. Achtung: der Wassergehalt kann innerhalb einer Woche von 35 auf 15 Prozent sinken. Der Erntetermin richtet sich grundsätzlich nach der Abreife der letzten Pflanzen.

Durch möglichst frühen Drusch schon Mitte bis Ende September kann die Verschmutzung der Kornoberfläche verringert werden. Dazu muss ohne Ährenheber gedroschen werden. Tipp: Mähdrescher rechtzeitig bestellen, bevor alle auf Mais umgerüstet sind!

Bei später Reife und verspäteter Ernte (ab Mitte Oktober) kommt man wegen erhöhter Luftfeuchtigkeit kaum unter Kornfeuchten von 18 bis 20 Prozent. Bevor die Bohnen nach einer Schlechtwetterperiode verderben, kann auch schon bei 20 bis 25 Prozent gedroschen und direkt im Anschluss schonend auf 12 bis 14 Prozent Wassergehalt heruntergetrocknet werden.

Um den Bruchkorn-Anteil so gering wie möglich zu halten, ist die Drehzahl der Trommel niedrig zu stellen (400 bis 600 U/Min). Weitere Einstellungen: Dreschkorb (20 bis 25 mm vorne, 15 bis 18 mm hinten), Siebe (15 bis 18 mm Lochdurchmesser im Obersieb, 10 bis 12 mm im unteren Sieb) und Wind (¾, nach vorne).

Besatz mit Mais, Erbsen etc. lässt sich schwer herausreinigen und gefährdet die Vermarktung als Konsumware. Deshalb sollten Mähdrescher, Transporteinrichtungen und Lager vor der Ernte gründlich gereinigt werden!

Lagerung

Vor der Einlagerung sollten die Sojabohnen möglichst schonend (unter 40°C) auf einen Wassergehalt unter 13 Prozent, bei mittlerer Lagerdauer auf weniger als 12 Prozent, getrocknet werden. Für eine sichere Langzeitlagerung werden sogar 9 Prozent empfohlen.

Getoastete Sojabohnen sind bei sachgerechter Lagerung ca. acht bis zehn Monate lagerfähig.